| Hunde als Berufung

Ich bin Katrin Bargheer und ich liebe Hunde

Meine Berufung ist:
Friedensstifter zwischen Mensch und Hund.


Ich dolmetsche und vertrete die Rechte der Hunde. Außerdem trage ich dafür Sorge, dass sowohl menschliche, als auch hundliche Bedürfnisse beachtet werden, um den rechten Platz der Hunde in unserer Gesellschaft wiederzufinden und langfristig zu erhalten.  
Dass Hunde und Menschen dadurch zu Freunden werden und ein höheres Maß an Lebensqualität bekommen, ist (für mich) ein wünschenswerter, positiver Nebeneffekt
und meinem tiefsten Bedürfnis nach Frieden sehr dienlich.

Nur ein Mensch, der mit sich in Frieden ist, kann Frieden leben.

Vor 50 Jahren hineingeboren in einen Mehrgenerationenhaushalt, durfte ich eine friedliche Kindheit in häuslicher und dörflicher Gemeinschaft genießen.
Meine Eltern haben mir die Augen für die Natur geöffnet, mich eine ganzheitliche Sicht aufs Leben gelehrt und meine Achtung vor dem Großen Ganzen gefördert.  
Das und mein ständiges Zusammenleben mit Familie, Pferden, Katzen und Hunden haben mich und mein Wertesystem geprägt und mir geholfen, meinen mäanderten Lebensweg, gut gehen zu können.
 
Anfangs bin ich, aufgrund meiner naturwissenschaftlichen Neigungen, in der Apotheke gelandet. Ein Ort an den ich immer wieder hin zurückgekehrt bin – mein sicherer Hafen sozusagen, wenn die See des Lebens gar zu kabbelig wurde und auch heute hält mir meine Teilzeitbeschäftigung in einer öffentlichen Apotheke den Rücken frei, um ohne finanziell darauf angewiesen zu sein, ich das machen darf, was ich am besten kann und am liebsten tue:

Frieden stiften zwischen Mensch und Hund

Meine Berufung in ein Wort zu fassen – ihr einen Namen zu geben, gelingt bis jetzt Niemandem so wirklich, denn ich bin genauso wenig eine (Hunde)Hexe oder Hundeflüsterin, wie eine Hundetrainerin, Hundeversteherin, noch eine gute (Hunde)Fee oder gar ein (Hunde)Guru. Vielleicht von jedem ein bisschen.
Was ich ganz sicher bin, ist eine weise Frau mit einem aufgeräumten Leben, sehr viel Lebenserfahrung und ganz viel Wissen über Menschen und Hunde, deren Verhalten und ihre Bedürfnisse,
Eine Frau die etwas von dem zurückgeben möchte, was sie durch Hunde erfahren darf: bedingungslose Liebe.

Doch um anderen helfen zu können, muss man sich als allererstes selber helfen – anschauen was im eigenen Leben los ist. Diese Arbeit ist nicht immer ganz nett, aber zwingend notwendig.  Ich nutze seit langem dafür einen schamanischen Weg und nach vielen Jahren praktischer, spiritueller Arbeit stieß ich 2011 auf die Lehren der Laika, die mir und meinem Weltbild sehr entsprechen und ich das Gefühl des „nach Hause kommens“ erleben durfte. Dass ich dann ihre Initiationsriten durchlaufen habe und in den Kreis der Erdhüter aufgenommen wurde, war irgendwie nur eine logische Konsequenz.
Ich lebe, praktiziere und teile „Munay Ki“
(was nichts anderes bedeutet als „Ich liebe Dich“ oder auch „Sei wer Du bist“) und das führt mich zu einem noch tieferen Verständnis meiner Selbst, meinem Glauben und meinem Platz im Großen Ganzen und zu guter Letzt zu meiner Liebe und meinem tiefen Vertrauen in das Leben selbst.

Ich l(i)ebe das was ich lehre und für mich ist das Zusammenleben in einer Familie bestehend aus Menschen und Hunden meine natürliche Lebensform  und dient
meinem Wohlergehen: Nichts schenkt mir tieferen Frieden, als eine vertrauensvoll auf mein Knie gelegte Pfote  oder Schnauze.
Hunde erinnern mich an die Dinge die wirklich wichtig sind im Leben und helfen mir meinen inneren Frieden zu halten.

Für mich ist ein Leben ohne Hund sicherlich möglich, aber sinnlos!
(Heinz Rühmann)

Hunde zeigen mir durch ihr natürliches Verhalten ganz klar woran es ihnen mangelt, was sie von Menschen brauchen, um sich gut in unserer – für sie fremden Welt – zurechtzufinden. Wenn der Mensch beginnt den Hund zu lieben und für das
„Sei wer du bist“ zu sorgen, kann der Hund seinen gleichberechtigten Platz an unserer Seite einnehmen und zeigen was wirklich in ihm steckt: Ein hochsoziales, friedliebendes Wesen, dem es eine Freude ist uns Menschen zu dienen, ohne dafür seine geistige Freiheit aufgeben zu müssen.

Hunde, die so natürlich – glücklich – leben dürfen, erkennt man  an

  • ihren leuchtenden Augen und einem klaren offenem Blick,
  • einem kleinen Schalk im Nacken – Ja Hunde haben Humor!
  • lockeren, elastischen, fließenden Bewegungen und
  • einer gewissen Souveränität – sie ruhen in sich – sind aber jederzeit bereit ihr Bestes für ihren Mensch zu geben.

Ich liebe es – doch leider sehen die meisten Hunde, die mir im Alltag begegnen ganz anders aus. 
 
Ich habe zwischenzeitlich mal am eigenen Leib erfahren müssen, woher das kommt – wie es sich anfühlt, dass mit fehlendem, gegenseitigem  Vertrauen die kindliche Unbeschwertheit, die Leichtigkeit und vor allem die Natürlichkeit im Leben weicht, dem Ernst es Lebens platz macht und nicht nur ich mich unbemerkt im Laufe des Erwachsenwerdens verändert habe, sondern auch die Hunde an meiner Seite.

Das unbeschwerte, souveräne Verhalten meiner Hunde, um das mich viele Menschen jahrzehntelang beneidet haben, war irgendwann weg. Ich dachte es sei plötzlich passiert, musste dann aber einsehen, dass es ein schleichender Prozess gewesen ist.
Es war die Phase meines Lebens, in der ich mich um alles gekümmert habe: Mann, Kinder, Eltern, Freunde, Hunde  – scheinbar glücklich habe ich auf  allen Hochzeiten getanzt.
Nur um einen habe ich mich nicht gekümmert:
Mich selbst – ich habe mich schlichtweg vergessen und auch ein Stückweit verloren.
Viel zu viel Arbeit, viel zu viel Verantwortung, viel zu viel Druck.
Trotzdem bin ich irgendwie lachend durchs Leben gegangen, hatte aber
„plötzlich“ einen jungen, unsicheren Angstbeißer an meiner Seite und damit wurde alles anders:
Mit einem großen Hund, der mit Verletzungsabsicht, (meine?) Grenzen diskutiert, ist die Teilnahme am normalen, öffentlichen Leben kaum noch möglich. Mehrfach habe ich darum gebetet, dass ich nicht angezeigt werde und trudelte immer weiter in die Abwärtsspirale.

Auf einmal war ich selbst auf der Suche – doch wer sollte mir helfen? Eine klassische Hundeschule? War wirklich „Sitz – Platz –  Bei Fuß“ Training unsere Lösung – obwohl ich es noch nie zuvor gebraucht habe? Sollte ich wirklich gewalttätig werden müssen meinem Freund gegenüber  – obwohl ich genau weiß, das Gewalt nie eine Lösung ist.? Haben die Experten doch recht,, dass Menschen Hunde dominieren müssen – obwohl mein Herz ganz etwas anderes fühlt?
Glauben wollte ich das nicht wirklich und immer wieder muss ich schmunzeln,
über das, was dann geschehen ist –

Das Universum schickt nicht immer was man bestellt,
sondern das was man braucht

und ich brauchte anscheinend einen gezielten Tritt in den Allerwertesten und (zumindest zeitweise) einen Menschen an meiner Seite, der mich erinnert, an das was war und was in mir steckt, mir Mut macht einen neuen Weg einzuschlagen, bzw auf den alten zurückzukehren … die ganze Geschichte findest du hier (click)

Nur soviel, dieses einmalige Erlebnis war der Startschuss mein Leben neu zu sortieren und ich habe erlebt, dass alleine durch diesen ersten Impuls sich das Verhalten meines Hundes in kürzester Zeit zum Positiven verändert hat:
Wir haben Frieden geschlossen, Nanuk entspannte sich, seine Bewegungungen wurden wieder elastischer und seine Augen fingen wieder an zu  leuchten und er begann sich mit Freude an mir zu orientieren – mir Angebote zu machen, oder höflich zu fragen was er tun soll. Es war wie ein Wunder:  Alleine das Erkennen, was schief gelaufen ist und was Änderung bedurfte, war unser Schlüssel zum Glück – und so wirksam, dass Nanuk nie wieder beissen müsste.

In diesem Moment wusste ich: Genau diese Arbeit möchte ich machen – das ist meine Möglichkeit Hunden etwas zurückgeben zu können für ihre Treue dem Menschen gegenüber – meine Dankbarkeit auszudrücken für ihren Dienst an der Menschheit.
Ab da bin ich bin noch tiefer eingestiegen, habe noch intensiver die Zusammenhänge und daraus resultierendes Verhalten studiert, weil mir anfangs Worte fehlten überhaupt zu beschreiben worum es mir geht und kann heute mein ganzes – auch das intuitive –  Wissen – verständlich transportieren.

Meistens entsteht Wissen in meinem Herzen, nicht in meinem Kopf!

Mensch und Hund können mit meiner Hilfe Frieden schließen, jedes Team in seinem Tempo und auf seine Weise.
Und dann – oft ganz zart und  plötzlich – wenn während meiner Arbeit 2 Augenpaare wieder anfangen zu leuchten und ihrem Weg zur tiefen Freundschaft zwischen Mensch und Hund nichts mehr im Wege steht und kämpfen überflüssig wird. erfahre ich doppeltes Glück und tiefe Befriedigung, weil ich fühle, dass ich meinem tiefen Wunsch nach Frieden auf der Welt wieder ein Stückchen näher gekommen bin.

Neu – gierig? Nimm Fährte auf!
Herzlichst Deine Katrin

Dieser Beitrag ist durch die Idee einer Blogparade von der Strukturgeberin Anna Meißner entstanden.
Auf der Seite Der Hund als Berufung findest Du noch viele weitere, außergewöhnliche Geschichten zum Thema
Dein Hund – Deine Geschichte 
Viel Spaß damit!

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter | Homo-Logisch! veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf | Hunde als Berufung

  1. Liebe Katrin

    Wow! Genau solche Geschichten habe ich mir gewünscht, als ich zur Blogparade aufgerufen habe. Echte Geschichten, Geschichten von Wundern, von Frieden und von eigenen Wegen. Ich danke dir von Herzen für deinen Beitrag. Da steckt so viel drin.

    Alles Liebe

    Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.